Die deutsche Hauptstadtregion hat sich heute zu einer ersten Adresse der Filmbranche entwickelt. Immer mehr internationale Produktionen drehen in Berlin, immer mehr Film- und Fernsehschaffende haben hier ihre künstlerische Heimat gefunden, immer mehr kleine und mittlere Branchenunternehmen siedeln sich hier an. Als Filmstadt lebt Berlin aber schon immer auch von der Begeisterung der Menschen für den Film. Diese findet nicht nur in einer einzigartigen Kinolandschaft ihren Ausdruck, sondern ebenso sehr in der enormen Vielfalt an Festivals.
Zu diesen Plattformen des cineastischen Austausches gehört auch das Kurdische Filmfestival Berlin, das in diesem Jahr mit seiner 5. Auflage ein erstes kleines Jubiläum begeht. Herzlichen Glückwunsch!
Gratulieren kann man dem Festival aber auch zu etwas anderem: Es ist Ausdruck der kulturellen Vielfalt Berlins und trägt dazu bei, dass die Menschen hier einander noch besser kennen- und verstehen lernen.
Schließlich besitzt das Medium Film eine große Kraft. Seine Sprache wird oftmals überall auf der Welt verstanden. Bewegte Bilder können unsere Wahrnehmung beeinflussen, sie können zum Nachdenken anregen und Werte vermitteln, vor allem aber können sie Verständnis für andere Kulturen und Lebensentwürfe wecken. Kurzum: Filme können einem die Augen öffnen.
In diesem Sinne und im Zeichen eines friedlichen und harmonischen Zusammenlebens in der internationalen Metropole Berlin wünsche ich dem Festival ein Publikum, das neugierig auf den kurdischen Film ist, und allen Besucherinnen und Besuchern des 5. Kurdischen Filmfestivals Berlin anregende Stunden im Kino mit vielen interessanten Begegnungen.

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin
