Spielfilme

Crossing the Dust

Regie: Shawkat Amin Korki
Irakisch-Kurdistan 2006, 75 min, Kurdisch, OmeU

Der kurdische Produzent und Autor zeichnet ein sensibles Bild des Tages von Saddams Husseins Fall aus der Sicht zweier Peshmerga, die auf der Straße einen kleinen, weinenden, arabischen Jungen treffen. Der erste, der sich an seinen eigenen Bruder erinnert, hat Mitleid und will ihm helfen, während sich der andere zunächst weigert, einzugreifen. Unglücklicherweise heißt der Junge auch noch Saddam... Der Film macht subtile Anleihen bei den beiden Genres Kriegsfilm und Roadmovie. So sind einerseits die schrecklichen Aspekte des Krieges und des Saddam-Regimes präsent, andererseits bleibt der Ton bis zu einem bestimmten Grad leicht, denn es geht um menschliche Geschichten. Ein Film voller Zärtlichkeit, Humor und Melancholie, dessen Handlung und Ereignisse in enem guten Rhythmus bleiben.

Preise:  Preis für den besten Regisseur und den Kritkerpreis auf dem 20. IFF in Netpak
Goldene und Bronzene Alhambra auf dem 1. IFF Granada
Spezieller Jurypreis auf dem 9. Osians Cinefan IFF in Neu Delhi
Goldener Hanoman als bester Film auf dem 2. Jogja Asia Netpak IFF
Nominierung für einen der besten fünf Regisseure durch die Asia Pacific Screen Awards

Dol. Tal der Trommeln

Regie: Hiner Saleem
Autonome Region Kurdistan / Frankreich / Deutschland 2006, 94 min, Kurdisch / Türkisch, OmU

Am Tag seiner Hochzeit muss Azad nach einem Konflikt mit den dort stationierten türkischen Soldaten aus seinem türkisch-kurdischen Dorf fliehen. In der autonomen Region Kurdistan im Nordirak, ebenso wie auf seinem gefährlichen Weg in den kurdischen Iran lernt er weitere kurdische Schicksale kennen. (www.dol-der-film.de)

Zu Gast: Hiner Saleem (Regisseur), Şivan Saleem (Schauspieler), Nazmi Kırık (Schauspieler)

Festivals: 2008 Internationales Filmfestival Singapur
2008 Human Rights Filmfestival Montreal
2007 Berlinale (Forum)

Half Moon

Regie: Bahman Ghobadi
Irakisch-Kurdistan 2007, 113 min, OmeU

Nach dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein machen sich der berühmte und eigenwillige, alternde Sänger Mamo und seine zehn Söhne auf den Weg in den Irak, um das Ende der Unterdrückung der kurdischen Musik zu feiern. Für die Musik ist die Stimme einer Frau unerlässlich, was jedoch im Iran verboten ist. So muss die Gruppe in Begleitung der Sängerin Hesho, die noch einmal das Gefühl ihrer alten Erfolge erleben will, illegal in den Irak einreisen. (www.mijfilm.com)

Zu Gast: Bahman Ghobadi

Preise:  2007: Publikumspreis – Internationales Filmfestival Istanbul
2007: Amnesty-International-Preis – 4.Internationales Filmfestival Lissabon
2006: Jury Award für das beste Drehbuch – Filmfestival San Sebastian
2006: Preis für die beste Bildgestaltung – Filmfestival San Sebastian
2006 :Goldene Muschel – Filmfestival San Sebastian

Heaven in Mirror

Regie: Masoud Arif Salih, Akou Aziz Merza

Irakisch-Kurdistan 2007, 52 min, OmeU

Religion basiert auf menschlichem Glauben, doch ab welchem Punkt kann man sich entschließen, zu glauben oder nicht? Zweifelsohne dann, wenn der Mensch sich und sein Leben verstanden hat. Das sind Dinge, die sie uns von Kindes Beinen an in unsere Köpfe treiben: Sünde …, Hölle …, Himmel …, Gott … Das alles wurde Teil unserer Seele. In diesem Film fragt die Natur nach einer liberalen und freien Seele. Seit seiner frühesten Kindheit will der Mensch den Himmel erkunden, Gott begegnen und ihm einige Fragen stellen. Da die Seele und die Augen Angst haben, nimmt er einen Spiegel zur Hilfe. Vielleicht sehen wir Gott und den Himmel im Spiegel, vielleicht …

(Deutschlandpremiere)

Hoppet

Regie: Petter Naess
Schweden, Norwegen, Deutschland 2007, 90min, Deutsch

Der zwölfjährige Azad ist ein begeisterter Hochspringer. Doch in seiner Heimat im Mittleren Osten herrscht Bürgerkrieg und er kann von einer Hochsprungkarriere nur träumen. Eines Tages beschließt seine Familie, zu Verwandten nach Deutschland zu fliehen. Zuerst sollen Azad und sein zwei Jahre älterer Bruder Tigris ausreisen – ihre Eltern wollen sobald wie möglich nachkommen. Zu spät bemerken Azad und Tigris auf ihrer Flucht, dass sie von Schleppern betrogen wurden, und so landen die Kinder in Stockholm. Zum Glück findet Azad Freunde, die ihm helfen. Als er im Schulsportverein sein Springertalent unter Beweis stellen kann und das Team zu einer Meisterschaft nach Berlin eingeladen wird, ergreift Azad die ihm gebotene Chance, seine Eltern zu suchen. ("Hoppet" bedeutet sowohl "Sprung" als auch "Hoffnung".)

Preise: 2007 Lucas-Preis des 30. Internationalen Kinderfilmfestivals
Don-Quijote-Preis des FICC

La masseria della allodole appunti dal set (The Lark Farm)

Regie: Paolo Taviani, Vittorio Taviani
Italien/Bulgarien/Spanien/Frankreich 2007, 122 Min Italienisch, OmeU

Die Avakians sind eine reiche armenische Familie. Zu ihr gehören Aram, ein Großgrundbesitzer, der in einer türkischen Kleinstadt lebt, und Assadour, ein erfolgreicher Arzt aus Venedig. Die Brüder haben sich lange nicht gesehen und planen ein Wiedersehen in Armenien. Während Assadour sich auf die Reise in die Heimat vorbereitet, beginnt der armenische Teil der Familie, den alten Herrensitz für den Besuch aus dem Ausland herzurichten. Inzwischen hat sich jedoch die politische Lage dramatisch zugespitzt. Die Jungtürken träumen seit ihrer Machtübernahme 1913 vom Großtürkischen Reich; Italien und Frankreich gehen  1915 eine Allianz gegen die Türkei und Österreich ein. Assadour hofft vergebens, noch von Italien aus in seine Heimat reisen zu können, denn in Armenien bricht die Hölle los. Die Jungtürken ordnen ein Massaker an den Armeniern an. Auch Aram und seine Familie werden in ihrem Versteck entdeckt. Die Männer werden umgebracht, die Frauen deportiert – ein Marsch in den sicheren Tod, doch die Frauen der Avakians haben einen Beschützer. Doch die Frauen sind noch lange nicht in Sicherheit …

Û Nergiz Bişkivîn

Regie: Masoud Arif Salih, Hussein Hassan Ali
Irak / Frankreich 2005, 80min, Kurdisch, OmeU

Der junge Protagonist dieses Films über den Widerstand der Kurden im Irak gegen die Regierung von Saddam Hussein während der siebziger Jahre schließt sich den Peschmerga – den kurdischen Widerstandskämpfern – an. Im Verlauf der Geschichte stellt er jedoch den bewaffneten Kampf als politisches Mittel zunehmend in Frage. Stattdessen rücken Themen wie Menschlichkeit, Versöhnung und der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen in sein Blickfeld.

Preise: Amnesty International-Jury-Filmpreis auf der Berlinale 2006

Vinterland

Regie: Hisham Zaman
Norwegen 2007, 52 min, Norwegisch / Kurdisch, OmeU

Renas ist ein gut integrierter kurdischer Flüchtling, der in einer abgelegenen Gegend in Nordnorwegen lebt. Er hat alles was er braucht, abgesehen von einer Ehefrau. Mit Hilfe einer Heiratsagentur im Irak heiratet er eine kurdische Frau, Fermesk. Aber die Ehe nimmt einen schwierigen Anfang, als Fermesk in Norwegen ankommt. Weder ihr Ehemann, noch das Land entsprechen der Vorstellung, die sie sich von ihnen gemacht hat. Auch Renas hat eine andere Frau erwartet, zumal Fermesk ihm gesteht, nicht mehr Jungfrau zu sein.

Zu Gast: Hisham Zaman (Regisseur)

Festivals:   2007 Tromsø International Film Festival
2007 Exile Film Festival, Gothenburg
2007 Mannheim-Heidelberg International Film Festival
2007 Arab Film Festival - San Francisco
2007 Arab Film Festival - Los Angeles
2007 Nordische Filmtage Lübeck, Germany
2007 Kolkata Int'l Filmfestival
2007 Festival International Du Film De Montagne D'Autrans, France
2007 London Kurdish Film Festival
2008 Scandinavian Film Festival, Los Angeles
2008 Febiofest - Prague Int'l Film Festival
2008 St. Paul Film Festival, Minneapolis, USA
2008 Trento Mountain Film Festival, Italy

Preise:  2007 Amanda-Preis für den besten Darsteller – Norwegisches IFF
2007 Grand Prix José Giovanni: Festival International Du Film De Montagne D'Autrans


Crossing the Dust



Dol. Tal der Trommeln



Heaven in Mirror



Half Moon



Vinterland


KURDISCH


5. Kurdisches Filmfestival Berlin - 2008
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