es ist uns eine große Freude, auch in diesem Jahr wieder das 4. Kurdische
Filmfestival Berlin stattfinden zu lassen.
Vom 10. bis 17. Dezember 2006 werden mehr als 30 Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt, die die neuesten Werke von Filmemachern aus den vier Teilen Kurdistans und der Diaspora repräsentieren. Damit haben wir erneut erreicht, dass unser Programm die Vielfältigkeit Kurdistans widerspiegelt.
Berlin zählt zu den wichtigsten Zentren der Kultur und des Kinos in der Welt. In dieser Hinsicht freuen wir uns, dass das Kurdische Filmfestival allmählich ein Bestandteil des Kulturlebens der Hauptstadt geworden ist.
Das Festival wird mit Ayse Polats Film „En Garde“ eröffnet. Die kurdische Regisseurin erhielt damit den „Silbernen Leoparden“ des Internationalen Filmfestivals Locarno.
Eines der wichtigsten Themen des diesjährigen Festivals wird die Situation der kurdischen Frauen in und außerhalb der Heimat sein. In ihrem Dokumentarfilm „Vendetta Song“ verfolgt Eylem Kaftan von Kanada bis zu einem Dorf in Diyarbakir die Spuren des Ehrenmordes an ihrer Tante.
Erwann Briand mit seinem Film „Jinên Çiyayê Ararat – die Frauen von Mount Ararat“ und Yusuf Yesilöz mit seinem Film „Di navbera du dinyayan de – Zwischen den Welten“ sprechen zwei wichtige Aspekte des Lebens kurdischer Frauen an.
Jay Jonroys Film „David und Layla“ aus den USA handelt von der Liebe zwischen einem kurdischen Mädchen und einem jüdischen Jungen. Wir zeigen diesen Film als Deutschland-Premiere und sind davon überzeugt, dass dieser Film Sie beeindrucken wird.
Der kurdische Regisseur Mano Xelîl nimmt in diesem Jahr mit zwei Filmen an dem Festival teil. In „ David an jî Tolhildan – David der Tolhildan„ erzählt er von den Erfahrungen eines jungen Schweizer bei den kurdischen Partisanen.
Das diesjährige Filmfestival räumt auch den jungen RegisseurInen einen wichtigen Platz ein.
Aus Belgien wird die Regisseurin Binefsa Bêrîvan mit ihrem Film “Traces - le peuple du paon” zu Gast sein.
Aus Norwegen wird Hisam Zaman mit seinem ersten Film „Bawke“, der auf internationalen Festivals großen Erfolg erzielte, an dem Festival teilnehmen. Zaman wird zum ersten Mal sein Werk in Berlin präsentieren.
Aus den vier Teilen Kurdistans nehmen junge RegisseurInen an dem Festival teil, wie Rehêm Zebihi, Mujde Arslan, Nazmi Kirik, Akram Kiro und viele andere, die ihre ersten Filme in Berlin zeigen.
Wir hoffen, dass das Festival mit seinem achttägigen Programm ein allgemeines und farbenreiches Bild des kurdischen Kinos für Kinofreunde präsentieren wird.
Wir hoffen auch, dass dieses Festival nicht nur eine Brücke zwischen den kurdischen und deutschen Filmmachern zieht, sondern auch eine wertvolle Teilnahme an dem multikulturellen Leben in Berlin darstellt. Darüber hinaus hoffen wir mit diesem Festival einen Beitrag für die Stärkung der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens der Kurden mit anderen Kulturen leisten zu können.
Ich wünsche Ihnen viel Freude an unserem Festival und hoffe, dass wir uns in den acht Festivaltagen begegnen werden.
Mit den besten Grüßen
Mehmet Aktas