Die Türkei verwirklicht ein gigantisches Staudammprojekt, das so genannte GAP. Die Vision: Die von Kurden bewohnte rückständigste Region der Türkei soll als türkischer Garten Eden in ein auf Landwirtschaft gestütztes Exportgebiet verwandelt werden. Doch das Projekt geht auf Kosten der Anwohner und der Nachbarn Irak und Syrien. In den vergangenen 26 Jahren wurde bereits ein Großteil des Projektes realisiert, heute eine bizarre Seenlandschaft mit kahlen Felsen. Wo die unendlich glatte, tiefblaue Fläche des Wassers liegt, lebten einst 255.000 Bauern. Sie wurden vertrieben und vegetieren heute entwurzelt in den Slums der Großstädte. Entschädigung erhalten sie in der Regel keine, oder sie verbrauchen sie - der Existenzgrundlage beraubt - in kurzer Zeit.
Der geeignete Zeitpunkt, zu resümieren, was aus dem Traum geworden
ist und wie er sich zum Albtraum entwickeln kann.